Bildsucher sein, um der unüberschaubaren Welt gestaltete Zeichen entgegen zu setzen.

Wenn sich ein Gedanke in mir verdichtet hat, schlägt er Wurzeln, gelangt zur Form und kann sehr hartnäckig werden.

Bilder sind Wegbegleiter, Helfer im Voranschreiten, Wegmarken, Gewissheiten gegen das Unberechenbare, das von außen andringt.

Die Schalenform lässt mich nicht los: Zuerst war da eine Getreidescheffel, dann das Erlebnis vor dem Schmerzensmann von Rueland Frueauf, dann das Stillleben mit Schale, und jetzt ist es das Schalenobjekt an der Wand.

Beim Zeichnen wachsen mir manchmal Flügel; das Denken kommt später. Das ist ein gutes Gefühl, da brauche ich nur ich selber zu sein.

Zeichnen macht frei; Bilder drängen nach außen, der Raum bewegt sich.

Zuerst war ein Kinderstuhl, dann ein Rot, dann ein Raum.

Alois Öllinger